# Hörverstehen (telc B2) Drei typische Hörtext-Arten der telc B2 Prüfung. Üben Sie mit den Transkripten — idealerweise lassen Sie sich den Text von einem Partner oder einer KI-Stimme vorlesen, um echtes Hörverstehen zu trainieren. [← Zurück zur Übersicht](/german) ---
🎧 Hörverstehen (telc: 3 Audio-Typen) *In der telc B2 Prüfung gibt es drei typische Hörtext-Arten. Üben Sie mit den Transkripten unten — idealerweise lassen Sie sich den Text von einem Partner oder einer KI-Stimme vorlesen, um echtes Hörverstehen zu trainieren.* ---
Teil 1: Durchsage am Bahnhof

🎙️ Transkript:

*Hören Sie die folgende Durchsage. Sie hören den Text nur einmal.* > Sehr geehrte Fahrgäste, Gleis 7: Der Intercity 2283 nach München Hauptbahnhof mit planmäßiger Abfahrt um 14:23 Uhr wird heute von Gleis 4 abfahren. Die Verspätung beträgt etwa 25 Minuten. Grund dafür ist eine technische Störung an der Oberleitung im Raum Stuttgart. Fahrgäste nach Ulm und Augsburg werden gebeten, den Regionalexpress auf Gleis 9 um 14:45 Uhr zu nehmen. Dieser Zug hält an allen Zwischenstationen. Wir wiederholen: Der IC 2283 nach München fährt heute von Gleis 4 statt Gleis 7. Vielen Dank für Ihr Verständnis. --- **Fragen (Multiple Choice — A, B oder C):** **1.** Um welche Uhrzeit sollte der IC 2283 planmäßig abfahren? - A) 14:45 Uhr - B) 14:23 Uhr - C) 14:25 Uhr **2.** Von welchem Gleis fährt der Zug heute ab? - A) Gleis 7 - B) Gleis 9 - C) Gleis 4 **3.** Was ist der Grund für die Verspätung? - A) Ein Unfall auf der Strecke - B) Eine technische Störung an der Oberleitung - C) Zu wenig Personal **4.** Welche Alternative wird für Fahrgäste nach Ulm und Augsburg empfohlen? - A) Den nächsten ICE abwarten - B) Ein Taxi nehmen - C) Den Regionalexpress auf Gleis 9 nehmen
🔍 Lösungen 1. B | 2. C | 3. B | 4. C
Teil 2: Radio-Interview — Energiewende

🎙️ Transkript:

*Hören Sie das folgende Interview. Sie hören den Text nur einmal.* > **Moderatorin:** Herzlich willkommen zu „Wissenschaft im Gespräch". Heute zu Gast: Prof. Dr. Sabine Meier, Energieexpertin an der TU Berlin. Frau Meier, viele Menschen fragen sich: Kann Deutschland wirklich bis 2045 klimaneutral werden? > > **Prof. Meier:** Also, technisch ist das durchaus machbar. Die Frage ist eher, ob der politische Wille und die Akzeptanz in der Bevölkerung ausreichen. Wir haben die Technologien — Windkraft, Photovoltaik, Speichermöglichkeiten. Aber es gibt noch viele Hürden. > > **Moderatorin:** Welche Hürden meinen Sie konkret? > > **Prof. Meier:** Ein großes Problem sind die Genehmigungsverfahren. Wenn Sie heute ein Windrad bauen wollen, dauert das im Schnitt fünf bis sieben Jahre — allein die Planung und Genehmigung. Das ist viel zu langsam. Ein zweites Problem ist der Netzausbau: Wir produzieren den Windstrom im Norden, aber die Industrie sitzt im Süden. Die Stromtrassen müssen dringend ausgebaut werden. > > **Moderatorin:** Und was ist mit den Kosten? Viele Bürger haben Angst, dass die Energiewende zu teuer wird. > > **Prof. Meier:** Diese Sorge verstehe ich. Kurzfristig steigen die Kosten tatsächlich. Aber langfristig wird erneuerbare Energie billiger sein als Kohle und Gas — einfach weil Sonne und Wind nichts kosten. Entscheidend ist, dass die Politik die Kosten sozial gerecht verteilt, damit nicht nur die Gutverdiener profitieren. > > **Moderatorin:** Was würden Sie sich von der Bundesregierung wünschen? > > **Prof. Meier:** Vor allem schnellere Verfahren und mehr Investitionen in Speichertechnologien. Und eine ehrliche Kommunikation mit den Bürgern — man muss erklären, warum Veränderungen nötig sind und wie sie sich positiv auswirken. Nur dann bekommt man die Akzeptanz. > > **Moderatorin:** Vielen Dank, Frau Meier, für das Gespräch. ---

Teil A — Multiple Choice (A, B oder C):

**1.** Was sagt Prof. Meier zur technischen Machbarkeit der Klimaneutralität? - A) Sie hält sie für unmöglich. - B) Sie hält sie für machbar, aber es gibt Hürden. - C) Sie ist sich nicht sicher. **2.** Wie lange dauert laut Prof. Meier die Genehmigung eines Windrads? - A) 2–3 Jahre - B) 5–7 Jahre - C) Mehr als 10 Jahre **3.** Warum ist der Netzausbau wichtig? - A) Weil der Strom aus dem Norden in den Süden transportiert werden muss. - B) Weil die Strompreise zu hoch sind. - C) Weil es im Süden mehr Wind gibt.

Teil B — Richtig (R) oder Falsch (F):

**4.** Prof. Meier sagt, dass die Kosten für erneuerbare Energie kurzfristig sinken. R / F **5.** Prof. Meier fordert eine ehrliche Kommunikation mit den Bürgern. R / F
🔍 Lösungen 1. B | 2. B | 3. A | 4. F | 5. R
Teil 3: Diskussion — Autofreie Innenstadt

🎙️ Transkript:

*Hören Sie die folgende Diskussion. Sie hören den Text nur einmal.* > **Moderator:** Heute bei "Pro und Contra": Sollen deutsche Innenstädte autofrei werden? Dazu begrüße ich Lisa Kern vom Verkehrsclub Deutschland und Markus Weber vom Bundesverband der Einzelhändler. Frau Kern, Sie sind dafür — warum? > > **Lisa Kern:** Ganz einfach: Autos nehmen in unseren Städten einfach zu viel Platz weg. Rund 60 Prozent des öffentlichen Raums sind Straßen und Parkplätze. Stattdessen könnten dort Bäume stehen, Spielplätze oder Cafés sein. Außerdem sinkt die Lärmbelastung enorm, wenn weniger Autos fahren. Städte wie Kopenhagen oder Amsterdam zeigen doch, wie viel Lebensqualität eine autofreie Innenstadt bringt. > > **Markus Weber:** Also, ich finde das wirklich weltfremd. Wissen Sie, wer unter autofreien Innenstädten am meisten leidet? Die Geschäfte! Viele Kunden kommen mit dem Auto, gerade ältere Menschen oder Familien mit Kindern. Wenn die nicht mehr in der Stadt parken können, kaufen sie halt im Internet oder auf der grünen Wiese ein. Dann sterben die Innenstädte erst recht. > > **Lisa Kern:** Dieses Argument höre ich oft, aber Studien zeigen das Gegenteil. In Städten, die Fußgängerzonen eingeführt haben, stiegen die Umsätze der Geschäfte sogar. Menschen, die zu Fuß gehen, bleiben länger und geben mehr Geld aus als Autofahrer, die nur schnell ein- und aussteigen. > > **Markus Weber:** Aber Sie vergessen die Lieferverkehre! Wie sollen Restaurants und Geschäfte beliefert werden, wenn keine Fahrzeuge mehr in die Stadt dürfen? > > **Lisa Kern:** Das ist doch ein Scheinargument. Niemand fordert, Lieferwagen oder Einsatzfahrzeuge zu verbieten. Es geht um den privaten Autoverkehr. Und für Handwerker oder Pflegedienste kann es selbstverständlich Ausnahmen geben. > > **Moderator:** Ein Kompromissvorschlag zum Schluss? > > **Markus Weber:** Vielleicht mehr Parkhäuser am Stadtrand mit guten Busverbindungen. > > **Lisa Kern:** Damit kann ich leben — wenn gleichzeitig der öffentliche Nahverkehr massiv ausgebaut wird und günstiger wird. ---

Teil A — Multiple Choice (A, B oder C):

**1.** Wie viel Prozent des öffentlichen Raums sind laut Lisa Kern Straßen und Parkplätze? - A) Etwa 40 Prozent - B) Etwa 60 Prozent - C) Etwa 80 Prozent **2.** Was befürchtet Markus Weber bei autofreien Innenstädten? - A) Dass zu viele Touristen kommen. - B) Dass die Mieten zu stark steigen. - C) Dass die Geschäfte Kunden verlieren.

Teil B — Richtig (R) oder Falsch (F):

**3.** Lisa Kern sagt, dass Studien steigende Umsätze in Fußgängerzonen zeigen. R / F **4.** Lisa Kern fordert ein komplettes Verbot aller Fahrzeuge in der Innenstadt. R / F **5.** Markus Weber schlägt Parkhäuser am Stadtrand als Kompromiss vor. R / F **6.** Beide Diskussionsteilnehmer sind sich am Ende völlig einig. R / F
🔍 Lösungen 1. B | 2. C | 3. R | 4. F | 5. R | 6. F
--- [← Leseverstehen](/german/leseverstehen) · [Zurück zur Übersicht](/german) · [Redemittel →](/german/redemittel)